Die Diskotheken der Großstädte: eigene Welten

Fängt man mit den Diskotheken in München an, wird man gerade bei den Diskotheken in Schwabing schnell merken, dass man hier gerne unter sich bleibt. Die sogenannte "Bussi-Gesellschaft", bestehend aus mehr oder weniger jungen Reichen und Prominenten feiert gerne unter sich. Dementsprechend ist es nicht einfach bis in manchen Fällen schlicht unmöglich, in manche Clubs hinein zu kommen. Hier wird man mitgenommen als Gast für einen Abend, oder man erwirbt sich qua Geld oder Prominenz einen Platz in der Discowelt der bayrischen Hauptstadt. Ob bei so viel Sehen und Gesehenwerden richtige Stimmung hoch kommt, zumal man dort immer damit rechnet, am nächsten tag in der Zeitung zu erscheinen, ist fraglich. Aber es ist wohl wichtig, dazu zu gehören!

Spaß bis zum Abwinken: Berlin

Ein anderes Bild ergibt sich bei den Diskotheken in Berlin. Auch dort Prominenz, jede Menge Menschen aus dem TV, Künstler, Moderatoren, Schauspieler, aber hier geht es handfester und weitaus offener zu. Auch hier wird man in manche Discos nur als Gast oder Mitglied eingelassen, bei anderen wird schon geschaut, ob ein Gast "passt", aber sonst kann man fast überall Einlass bekommen. Die Partybilder zeigen es: In Berlin feiert man wild und demokratisch. Hier steht der Student neben dem Promi, daneben eine Gruppe amerikanischer Traveller, die von der legendären Clubszene in Berlin gehört haben. Mitte, aber auch Kreuzberg, hier wird getanzt, Spaß gehabt, bis in den Morgen hinein!

Schiffe, Tuten oder Pöseldorf?

Die Diskotheken in Hamburg geben ein bisschen das Gebrochene Hamburgs wieder. In der "feinen" Welt um die Alster herum regiert auch das Geld, und manch sehr reicher Mensch sitzt auch noch im hohen Alter in seiner Stammdisco und lässt die Puppen tanzen. Hier bleibt man generell auch unter sich, man kennt sich und knüpft hier auch morgens um 2h noch geschäftliche Kontakte bei einem teuren Glas Whisky. Hamburg ist schließlich nicht dazu da, Zeit zu vergeuden, nein, hier wird Geld verdient. Die andere Seite ist die deutlich spannendere, internationale Szene, die man am Hafen findet. Hier wird die Nacht zum Tag gemacht, das "Schmuddelimage" von St. Pauli ist schon lange einer recht smarten aber offenen Clubszene mit tollen Bands oder Acts gewichen. Hier wird gefeiert, dann auf dem Fischmarkt gefrühstückt (wenn er am Sonntag statt findet).

Schickeria mit rheinischem Frohsinn gepaart

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Diskotheken in Düsseldorf, das im Gegensatz zu seinem Zwilling Köln doch sehr viel Wert auf Feines, auf Geld legt. Darum findet man ähnlich wie in Hamburg eine Discoszene, die durch hohe Eintrittspreise, Getränkepreise gleich für Exklusivität sorgt. Von der Kö wandert man in seinen Club, wo man bekannt ist, eventuell auch ein bisschen Spaß hat. Denn so ganz lässt sich auch in dieser Schicht das rheinländische Naturell nicht verleugnen. Um 2h morgens wird es dann doch recht lustig, man kommt sich näher. Die Alternative: die Diskotheken in der Altstadt!

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